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Die Matrixzertifizierung

Die Gemeinsame Trägerstelle AZAV und die Matrix

Seit dem Schuljahr 2013/14 ist vereinbart, dass die Bundesagentur für Arbeit die Kosten für Weiterbildungsmaßnahmen und Umschulungen an den staatlichen Beruflichen Schulen im Land übernimmt. Voraussetzung hierfür ist eine Zertifizierung der Schule gemäß der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Jahr 2012 erlassenen Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV). Diese Zertifizierung ermöglicht es, von der Bundesagentur für Arbeit mittels Bildungsgutscheinen geförderte Teilnehmende aufzunehmen. Die Zertifizierung der öffentlichen Beruflichen Schulen des Landes Baden-Württemberg wurde Ende 2015 durch einen Kabinettsbeschluss in den Status einer konditionierten Daueraufgabe erhoben.

Da die staatlichen Beruflichen Schulen als Standorte eines übergreifenden Systems verstanden werden können, die selbst keine rechtliche Eigenständigkeit haben, kann die gesamte Gruppe der teilnehmenden Schulen gemeinsam zertifiziert werden. Die Zertifizierung erstreckt sich dabei sowohl auf die benannte Gemeinsame Trägerstelle AZAV der Regierungspräsidien in Baden-Württemberg, die die Aufsicht hinsichtlich der Erfüllung der Anforderungen der AZAV über die teilnehmenden Schulen führt, als auch auf die zu dieser aufsichtführenden Stelle gehörenden Beruflichen Schulen; diese werden als Standorte vom Zertifikat mit erfasst.

Voraussetzung ist, dass sowohl die aufsichtführende Stelle als auch die angeschlossenen Schulen die Anforderungen der AZAV erfüllen. Unter Aufsicht sind hierbei insbesondere Weisungs- und Kontrollbefugnisse sowie ein Durchgriffsrecht der aufsichtführenden Stelle zu verstehen. Durch Verortung der Gemeinsamen Trägerstelle AZAV (GTS) bei der Schulaufsicht wurden diese Voraussetzungen geschaffen. Die Erfüllung der Anforderungen der AZAV werden jährlich bei der gemeinsamen Trägerstelle der Regierungspräsidien und bei den angeschlossenen Schulen stichprobenartig in einem Referenzauswahlverfahren durch Dokumentenprüfung und Vor-Ort-Kontrolle durch eine fachkundige Stelle geprüft.

Rechtliche Grundlage: "Für berufsbildende Schulen, die den Schulgesetzen des Bundes oder des jeweiligen Bundeslandes unterliegen, kann ein vereinfachtes Verfahren zur Zulassung als Träger durchgeführt werden. Die Zulassung erstreckt sich dabei sowohl auf die vom jeweiligen Bundesland zu benennende Stellen, die die Aufsicht über diese Schulen führen muss, als auch auf die zu dieser aufsichtführenden Stelle gehörenden berufsbildenden Schulen; diese werden vom Zertifikat mit erfasst. Voraussetzung ist, dass sowohl die aufsichtführende Stelle als auch die angeschlossenen Schulen die Anforderungen nach §§ 176 ff. SGB III i.V.m. AZAV erfüllen. Unter Aufsicht sind hierbei insbesondere Weisungs- und Kontrollbefugnisse sowie ein Durchgriffsrecht der aufsichtführenden Stelle zu verstehen. Die Zulassungsvoraussetzungen als Träger werden in jedem Falle bei der aufsichtführenden Stelle und bei den angeschlossenen Schulen stichprobenweise in einem Referenzauswahlverfahren durch Dokumentenprüfung und Vor-Ort-Kontrolle geprüft." Empfehlung des Beirats vom 29.11.2013, Zulassung staatlicher Schulen, gültig für den Fachbereich § 5 Abs. 1 S. 3 Nr. 4 AZAV-V01

Als Umsetzungspartner sind beteiligt:

IBBW -

Institut für Bildungsanalysen

Baden-Württemberg

 
Bezeichnung Typ

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